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Zukunftstag bei der Straßenmeisterei 2023

 

Viele Schülerinnen und Schüler tauschten auch dieses Jahr am 27.04.2023, dem landesweiten Zukunftstag für Mädchen und Jungen, wieder den Klassenraum gegen Büro´s, das Handwerk, Werkstätten, Pflegeberufe, den Erzieherbereich und vieles mehr. Einige Schüler/Innen der Krause-Tschetschog-Oberschule verbrachten den Zukunftstag in der Straßenmeisterei in Bad Belzig. Dabei schnupperten die 20 Kids aus den Schulen: Bad Belzig, Lehnin und Brück an sieben vorbereiteten Stationen auf dem Betriebshof hinein.  Darunter auch der Winterdienst, der Baumschnitt, der Hubarbeitsbühnen mit einer Arbeitshöhe von ca. 30 m oder durften auch einfach mal Platz nehmen in einem der LKW oder Mähfahrzeug.

 

Zu Beginn des Tages wurden alle Teilnehmer des Zukunftstages sehr freundlich durch ein Team der Straßenmeisterei empfangen, darunter auch der Betriebsleiter Herr Bergholz, sowie der Stellvertreter Herr Poppe. Die Einleitung per Power Point Präsentation übernahm Herr Schulze, dieser ist bereits seit 30 Jahren bei der Straßenmeisterei tätig, unterstützt wurde er dabei von Herrn Gollmer und Herrn Rauschenberg. Alle drei unterstützen außerdem die aktuellen und künftigen Azubis bei ihrer Ausbildung.

 

Im Anschluss an den Tag würde ein kleiner Test stattfinden, vorbereitet vom Team der Straßenmeisterei. Dieser sollte abschließend auch kleine Geschenke mit sich bringen. Was, das blieb noch ein Geheimnis, aber zuerst hieß es aufmerksam sein und die eigene Festplatte hochfahren ;-)

Im Theorieteil des Tages erfuhren wir viel Informatives über den Landesbetrieb Straßenwesen. Zurzeit arbeiten hier 34 Mitarbeiter/Innen und 7 Auszubildende, diese kümmern sich täglich um die Pflege von rund 150 km Bundesstraßen, 150 km Landesstraßen, ca. 100 km Radwegen und in etwa 16.000 Allee Bäumen die fast täglich kontrolliert, gepflegt, gegossen, geschnitten oder möglicherweise gefällt werden müssen. Dies bedeutet, dass die Straßenmeistereien sich um die Unterhaltung, den Winterdienst, die Baumpflege, die Brücken, die Schilder und noch einiges mehr kümmern. Im Land Brandenburg gibt es 33 Meistereien, die nächstgelegenen sind in Michendorf und Brandenburg.

 

Der Beruf des Straßenwärters/der Straßenwärterin hat eine bis ins 18. Jahrhundert zurückliegende Geschichte, schon in dieser Zeit sorgten Straßenwärter/innen dafür, dass die damaligen Chausseen einen guten, befahrbaren Zustand aufwiesen. Seit 1982 ist der Beruf anerkannter Ausbildungsberuf. Wer sich bei der Straßenmeisterei bewerben möchte und den Beruf des Straßenwärters/der Straßenwärterin erlernen möchte, sollte sich mit dem Zeugnis der 9. Klasse bewerben – frühestmöglich! So der Tipp von Herrn Schulze. Weiter sagte er auch, dass die Fachoberschulreife (FOR) der wünschenswerte Abschluss sei und die Noten nicht schlechter als 3. Aber auch eine gute körperliche Kondition sowie keine gesundheitlichen Einschränkungen im Bewegungsapparat sind nötig für den Beruf. Die künftigen Straßenwärter/innen Azubis werden einem Betriebsarzt vorgestellt, dieser untersucht die Augen, Blutdruck usw. Auch sei zu erwähnen, dass Alkohol- und Drogenkonsum in diesem Job ein absolutes NoGo ist und ein fristloser Kündigungsgrund. Auch dies checkt der Betriebsarzt und gibt die Freigabe zum Start ins Azubi-Dasein.

 

Während der Ausbildung zum Straßenwärter/zur Straßenwärterin werden Grundkenntnisse im Bereich Mauern, Trockenbau, Fliesenbau, Rohrleitungs- und Tiefbau, Holzbau sowie Beton- und Straßenbau vermittelt. Damit nicht genug, auch der PKW und der LKW Führerschein werden vom Landesbetrieb für Straßenwesen übernommen und die Azubis absolvieren diese während der Berufsschulzeit. Die Berufsschule ist das Oberstufenzentrum (OSZ) Friesack, die o. g. Kenntnisse werden am Kompetenzzentrum für nachhaltiges Bauen in Cottbus vermittelt.  Das Schulgeld hierfür wird übernommen, so auch ein Azubi-Ticket. Während der gesamten Ausbildungszeit besteht die Möglichkeit in Friesack, so auch in Cottbus, in einem Internat untergebracht zu sein. Die Kosten werden vom Landesbetrieb Straßenwesen auch hierfür übernommen.

Die Ausbildung zur Straßenwärterin / zum Straßenwärter endet nach 3 Jahren mit dem Bestehen der Abschlussprüfung, in dieser Zeit wird auch der Baumaschinenführerschein, der Radladerschein sowie der Kettensägenschein erworben. Mit den erworbenen Fähigkeiten, die man inzwischen erlernt hat, wie Vermessung, Pflastern, Baumpflege, Markierarbeiten, Schadstellensanierung und noch so einiges mehr, könnt ihr nun einer möglichen Übernahme bei der Straßenmeisterei Bad Belzig entgegensehen. Die Straßenbauverwaltung des Landes Brandenburg oder eine andere Dienststelle der Straßenbauverwaltung der Bundesrepublik Deutschland erfreut sich außerdem über neue Kollegen und Kolleginnen.

 

Fazit: Ein toller und abwechslungsreicher Job, in dem man viel lernt, mit jährlich stattfindenden Teamtagen und einem Kollegium, welches euch unterstützt. Jetzt fehlt nur noch eure Bewerbung! Also dann….

 

 

 

 

 

Mähroboter.
In der Werkstatt.
Straßenschilder.
Laubhäcksler.
Streusalzlager.
Motorsägen.